Bahnhof Dorsten: Komplettumbau ab 2013 vorgesehen /Aufschaltung der Strecken Abzw. Zweckel - Dorsten und Dorsten - Maria-Veen auf das ESTW Coesfeld

Die DB Netz AG hat in Zusammenarbeit mit dem Land Nordrhein-Westfalen, dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe und der Stadt Dorsten ein Umbaukonzept für den Bahnhof Dorsten entwickelt. Demnach ist vorgesehen, dass vsl. ab dem Jahr 2013 der Bahnverkehr ausschließlich über die Ostseite des heutigen Inselbahnhofs abgewickelt werden soll. Hier wird eine neue Bahnsteiganlage entstehen, zudem ist eine Anpassung der Gleisanlage vorgesehen. Die Gleise auf der Westseite zur Stadt hin werden bis auf ein Stumfgleis für die Züge aus/in Richtung Coesfeld (RB 45) komplett aufgegeben.
Durch den Umbau wäre es möglich, die Linie RE 14 (Borken - Dorsten - Essen) mit der Linie RB 45 (Coesfeld - Lembeck - Dorsten) zu verknüpfen. Durch das dann in Dorsten mögliche Flügelzugkonzept könnte eine umsteigefreie Fahrbeziehung zwischen dem Ruhrgebiet (hier Essen Hbf) und dem Münsterland (hier Coesfeld) entstehen - verbunden mit einer deutlichen Aufwertung der Linie RB 45. Mit dem Umbau des Bahnhofs Dorsten sind auch umfangreiche siglantechnische Anpssungsarbeiten notwendig. Vorgesehen ist, die mechanische Sicherungstechnik in Dorsten (Stellwerke "Drf" und "Drm") aufzugeben und den Bahnhof in das ESTW Coesfeld aufzuschalten. Als weitere Baustufe würden dann auch der Streckenabschnitt Gladbeck-Zweckel - Dorsten (mit den Betriebsstellen Gladbeck-Zweckel "ZK Abzw", Bk Feldhausen) und die Strecke Dorsten - Lembeck - Coesfeld (mit den Betriebsstellen Bk Wulfen, Posten 14, Bk Lembeck und Bf Maria-Veen "Mf") in das ESTW Coesfeld integriert. Bei diesem Streckenabschnitt sehen die Planungen die Umwandlung des Bahnhofs Maria-Veen in einen unbesetzten Haltepunkt ebenso vor wie die Einrichtung eines neuen Kreuzungsgleises in Reken sowie die Anlage eines neuen Haltepunktes in Klein-Reken im Bereich Mühlenweg (ehem. Posten 20).

Für die nach dem Umbau gleisfreie Westseite des Bahnhofs würden sich neue städtebauliche Perspektiven ergeben. So könnte der Bahnhof dann ebenerdig vom Busbahnhof und somit von der Stadtseite erreicht werden, der Fußgängertunnel würde nicht mehr benötigt. Im ehemaligen Empfangsgebäude - mittlerweile in Privatbesitz - ist die Einrichtung von Büros und Gastronomie vorgesehen.

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