Netz Westliches Münsterland: Unterzeichnung des Verkehrsvertrages in Enschede

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 10 jährigen Bestehen der grenzüberschreitenden Bahnstrecke Gronau - Enschede erfolgte am 18.11.2011 im Wilminktheater in Enschede die öffentliche Unterzeichnung des neuen Verkehrsvertrages für die Linien der RB 51 Dortmund - Coesfeld - Enschede, RB 63 Münster - Coesfeld, und RB 64 Münster - Steinfurt - Enschede durch die drei niederländischen Aufgabenträger - Gemeente Enschede, Regio Twente, Provincie Overijssel - sowie den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe und DB Regio NRW. Der Betrieb auf den drei Linien wurde mit dem 11. Dezember 2011 durch die DB Regio NRW übernommen.

Die Linien der RB 63 und RB 64 werden bereits zuvor von DB Regio NRW betrieben. Die RB 51 wude bis zum 10. Dezember 2011 von der Prignitzer Eisenbahn bedient, deren Vertrag mit Ablauf des 10.12.2011 auslief.

Das Leistungsvolumen der drei Linien umfasst auf rd. 216 Streckenkilometern, mit knapp 3 Mio. Zug-Kilometer jährlich.

Auf den drei Linien verkehren die Züge im Stundentakt. In den Hauptverkehrszeiten insbesondere in Richtung Münster (Westf) wird dieser zu einem Halbstundentakt bzw. zwischen Lünen und Dortmund zusammen mit der RB 50 zu einem 20-Minuten-Takt verdichtet. Auf dem grenzüberschreitenden Streckenabschnitt (Gronau - Enschede) wird durchgängig ein Halbstundentakt gefahren.

Die DB Regio NRW setzt 34 Fahrzeuge der Baureihe 643 ein, die umfangreich technisch und optisch erneuert wurden. Alle Fahrzeuge sind mit Fahrkartenautomaten im Zug, behindertenfreundlichen Toiletten, Mehrzweckräumen für Fahrradmitnahme und Videoüberwachung ausgestattet. Nach 19 Uhr werden alle Züge mit Servicepersonal besetzt sein, tagsüber ca. jeder dritte Zug.

An der Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen der Strecke Gronau - Enschede und der Vertragsunterzeichnung in Enschede nahmen zahlreiche Gäste aus den Bereichen Verkehrsunternehmen, Bestellerorganisationen und Verwaltung sowie Medienvertreter teil. Im Rahmen der Redebeiträge wurden auch Zukunftsperspektiven für die 9 Kilometer lange Strecke aufgezeigt. So wird die Verdichtung des Verkehrs auf der Strecke Münster - Enschede auf einen Halbstundentakt ebenso gewünscht wie die Einrichtung eines Kreuzungsgleises in Glanerbrug und die Verkürzung der heutigen Standzeiten der Züge in Gronau. Auch Perspektiven zur Weiterführung der Verkehrs von Münster über Enschede hinaus in das niederländische Streckennetz sollen entwickelt werden.

 

 

 

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