Stadt Münster legt Untersuchung zur Neueinrichtung weiterer Haltepunkte im Stadtgebiet vor

Ende Februar 2016 hat die Stadtverwaltung Münster auf Antrag mehrerer Ratsfraktionen eine Untersuchung zur Neueinrichtung bzw. Reaktivierung von SPNV-Zugangsstellen im Stadtgebiet Münster vorgelegt.
Konkret geprüft wurden mögliche Haltepunkte in Handorf, St. Mauritz/Mondstraße und Danziger Freiheit (jeweils KBS 406), Kinderhaus und Speicherstadt/Coerde (beide KBS 407), Geist (KBS 408) und Preußenstadion/Berg Fidel (KBS 411).
Im Ergebnis kam die Stadtverwaltung zu der Einschätzung, dass lediglich bei den Haltepunkten Danziger Freiheit, Kinderhaus und Preußenstadion/Berg Fidel weitere Untersuchungen und Planungen mittel- bis langfristig sinnvoll sind.
Der Haltepunkt an der Danziger Freiheit soll dann weiter geplant werden, wenn eine Erhöhung der Streckengeschwindigkeit nach Aufhebung weiterer Bahnübergänge im Verlauf der Strecke Münster - Warendorf umgesetzt ist. Der Haltepunkt Preußenstadion/Berg Fidel soll nach Auffassung der Verwaltung im Zuge des geplanten zweigleisigen Ausbaus der Strecke Münster - Dortmund weiter verfolgt werden. Für Kinderhaus sollen die Planungen erst nach einer positiven Prüfung einer Elektrifizierung der Strecke Münster - Gronau - Enschede weitergeführt werden.
Nicht weiter verfolgt werden sollen die Haltepunkte Geist (aus betrieblichen Gründen), Speicherstadt/Coerde (aufgrund der Nähe zum bestehenden Haltepunkt Münster Zentrum Nord) sowie Handorf und St. Mauritz/Mondstraße (jeweils zugunsten eines Haltepunktes Danziger Freiheit mit höherer zu erwartender Fahrgastnachfrage).

In den politischen Gremien wurde die Untersuchung allerdings weniger negativ gesehen. Hier möchte man sich Optionen für die Zukunft offen halten.
In der Bezirksvertretung Münster-Ost brachten die Grünen einen Antrag ein, die Planung sowohl für Handorf als auch für den Haltepunkt St. Mauritz/Mondstraße mittel- bis langfristig fortzuführen. Dieser Änderungsantrag wurde mit einer Gegenstimme beschlossen.
Im Stadtplanungsausschuss wurde ein von zwei Ratsmitgliedern von CDU und Grünen eingebrachter Änderungsantrag beschlossen, wonach auch weiterhin langfristig alle Standorte im Stadtgebiet weiterverfolgt werden sollen.

 

 

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