Buchrezension "Abschied von der Schiene", transpress-Verlag 2017

Wolfgang Fiegenbaum:
Abschied von der Schiene 2006 - 2016

160 Seiten, ca. 200 Abbildungen, 23,5 x 27 cm, Festeinband, ISBN 978-3-613-71539-4, 29,90 Euro

Mittlerweile elf Jahre ist es her, dass der bekannte Münsteraner Buchautor Wolfgang Fiegenbaum seinen letzten, den sechsten Band der Buchreihe "Abschied von der Schiene" veröffentlichte. Nunmehr liegt der siebte Band dieser Reihe vor, in dem rund 30 Eisenbahnstrecken in Wort und Bild vorgestellt werden, die im Zeitraum von 2006 - 2016 ihren Personenverkehr zumeist durch Abbestellungen der SPNV-Leistungen seitens der Landesregierungen verloren haben. Auffallend ist dabei, dass es sich bei diesen Strecken fast ausschließlich um Verbindungen in den östlichen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen handelt.
Wie auch in den früheren Bänden der seit 1980 etablierten Buchreihe stellt der Autor die Strecken mit zahlreichen Bildern aus dem ganz normalen Bahnbetrieb vor. Hinzu kommen kompakte Informationen zur Entstehungsgeschichte und Verkehrsentwicklung, zum Stilllegungsverlauf und zum Fahrzeugeinsatz der jeweiligen Strecke. Weitere Kapitel im Buch sind Streckenverkürzungen, Neutrassierungen, Verbindungskurven und Umleitungen, Sonderverkehren sowie Strecken im "Wartestand" gewidmet. In letzterem Kapitel werden Strecken oder Streckenabschnitte vorgestellt, auf denen der planmäßige Schienenpersonennahverkehr aus den unterschiedlichsten Gründen ruht (etwa aufgrund von vorläufigen Abbstellungen oder durch Infrastrukturschäden) und deren Zukunft offen ist (beispielsweise die Strecke Weener - Leer in Ostfriesland). Ein ausführliches Register bietet einen schnellen Zugriff auf alle bislang erschienenen Bände der Reihe.
Bei den Fotos, die jeweils den letzten Betriebszustand dokumentieren, sind leider nicht alle so reproduziert, wie man es hätte erwarten können. Durch´s Raster fallen hier besonders ein paar der über zwei Seiten abgedruckten Bilder, bei denen deutliche Unschärfen erkennbar sind.
Besonders denjenigen Lesern, die bereits die ersten sechs Bände der Reihe im heimischen Bücherregal stehen haben, sei der neue Band zur Fortsetzung der Dokumentation nahegelegt. Aber auch sonst kann das Buch als eine gute und vollständige Übersicht über die SPNV-Einstellungen in den vergangenen zehn Jahren empfohlen werden. (msch)

 

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