Kreis Borken stellt Mobilitätskonzept vor

Das im Sommer 2018 initiierte „Mobilitätskonzept für den Kreis Borken", mit dem sich der Verkehrsausschuss des Kreises zwischenzeitlich intensiv befasst hat, wurde jetzt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Grundlegende Zielsetzung des Mobilitätskonzepts ist es, die Mobilität im Westmünsterland weiter zu verbessern und zu erleichtern. Damit soll es für die Bürger stärker als bisher möglich werden, auf motorisierten Individualverkehr zu verzichten. Zudem verfolgt der Kreis das Ziel, verkehrsbedingte Emissionen zu verringern, um auf diese Weise einen wirkungsvollen Beitrag zum Klimaschutz und zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. So sieht das Konzept u.a. den Ausbau von Radwegen, Straßen, Schienenverbindungen, Haltestellen und Busspuren ebenso vor wie engere Taktungen von Bahn- und Buslinien, die Beschleunigung von Verbindungen, die Anschluss-Sicherung, elektronisches Ticketing und die Bereitstellung von Echtzeitdaten. Wichtig ist dem Kreis eine intensive Lobbyarbeit für die Bahnvorhaben in der Region. So wird bei der Strecke Bocholt - Wesel (RB 32) auf die Umsetzung der Elektrifizierung gedrängt. Anschließend soll es darum gehen, den Bedien-Takt auf dieser Verbindung zu erhöhen. Bei der Strecke Münster - Enschede (RB 64) steht ebenfalls die Elektrifizierung auf der Agenda. Außerdem hat die EUREGIO mit den zuständigen Verkehrsträgern ein INTERREG-Projekt beantragt, um hier mit EU-Mitteln die Planung einer durchgehenden Verbindung bis nach Zwolle (NL) voranzutreiben. Im Fokus steht außerdem die Einrichtung eines neuen Haltepunktes „Gronau Ost" im Verlauf der RB 64. Generell fordert der Kreis für alle Bahnstrecken im Kreisgebiet eine Taktverdichtung - zunächst einen Halbstunden-, später dann einen 20-Minuten-Takt. Für die Strecke Dortmund - Ahaus - Gronau (RB 51) wird bereits in Kürze ein entsprechendes Gutachten vorgelegt.
Im Oktober wird der Kreistag Borken die Umsetzung des Maßnahmenkataloges behandeln.

 

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