Sanierung des Empfangsgebäudes Bad Bentheim

Mit Wirkung vom 30.11.2016 hat die DB Vertrieb GmbH das DB-Reisezentrum im Bahnhof Bad Bentheim geschlossen. Seit dem 01.12.2016 wird der Fahrkartenverkauf durch das Tochterunternehmen der Bentheimer Eisenbahn AG, die Reisebüro Berndt GmbH weitergeführt. Die Filiale ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet und befindet sich infolge der Umbauarbeiten im Bahnhofsgebäude vorübergehend in einem Container vor dem Bahnhofsgebäude.
Das Empfangsgebäude sowie die Nebengebäude, Parkplätze und die Bushaltestellenanlage befinden sich seit dem 31.12.2016 im Besitz der Grafschafter Parkraummanagement GmbH, einer Tochtergesellschaft der Bentheimer Eisenbahn AG (BE). Der entsprechende Kaufvertrag zwischen Stadt und BE wurde am 14.12.2016 abgeschlossen.
Die Stadt hatte das Gebäude selbst erst zum 01.01.2015 erworben. Zuvor hatte das Berliner Auktionshaus Karhausen AG am 20.06.2014 das Empfangsgebäude Bad Bentheim versteigert. Das Mindestgebot für den 1865/66 erbauten Rotklinkeraltbau betrug 149.000 Euro, den Zuschlag erhielt örtlichen Presseberichten zufolge ein unbekannter Telefonbieter für 236.000 Euro. Die Stadt Bad Bentheim kam bei der Auktion somit zunächst nicht zum Zuge, konnte aber im Rahmen weiteren Verhandlungen das Gebäude einschließlich des Bahnhofsvorplatzes und des Busbahnhofes doch zum 01.01.2015 erwerben. Eigentümerin der Immobilie war vor der Versteigerung die DB-Tochter DB Services Immobilien.

Die Bentheimer Eisenbahn und die Stadt Bad Bentheim haben sich auf eine Aufwertung des Bahnhofsgbäudes und der Bahnhofsumgebung im Zuge der Stadtsanierung und der Wiederaufnahme des Schienenpersonennahverkehrs in Richtung Nordhorn und Neuenhaus verständigt. Begonnen haben die Bauarbeiten im und am Gebäude im Februar 2017. Der rechte Gebäudeteil, in dem sich früher eine Gaststätte befand, wurde ab dem 18.09.2017 abgerissen. In dem künftig komplett energetisch sanierten Gebäude werden neben der Filiale der Reisebüro Berndt GmbH ein Kiosk mit Backwarenverkauf und Aufenthaltsmöglichkeit sowie die Geschäftsstelle der AOK einziehen. Für die Räumlichkeiten im 1. Obergeschoss wird derzeit ein Nutzungskonzept vorbereitet. In einem Nebengebäude befindet sich ab Ende 2017 das Sozialamt der Stadt Bad Bentheim.
Für Frühjahr 2018 ist der Bezug der Räumlichkeiten des Reisebüros vorgesehen, vollständig abgeschlossen sein sollen die Bauarbeiten dann im Spätsommer 2018.

Die Anzahl der Bushaltestellen wird auf sechs erhöht. Dafür werden bestehende Haltestellen im Bereich des Burg-Gymnasiums und an der Ecke Rheiner Straße/Bahnhofstraße zum Bahnhof hin verlagert. Schüler des Gymnasiums sollen dann vom Bahnhof aus über eine Brücke zur Schule gelangen.
Der Parkplatz wird auf 85 Plätze vergrößert, hinzu kommen ca. 200 Fahrradstellplätze. Westlich des Empfangsgebäudes entstehen acht Kurzzeitparkplätze.

Die Deutsche Bahn AG hat unterdessen am 23.03.2016 mit einem symbolischen ersten Spatenstich in Anwesenheit von Olaf Lies (Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr), Andrea Gebbeken (Leiterin DB Station&Service AG Nord), Heinz-Gerd Jürriens (Erster Stadtrat von Bad Bentheim) und Friedrich Kethorn (Landrat des Landkreises Grafschaft Bentheim) mit der Modernisierung der Verkehrsstation begonnen.
Die Modernisierung erfolgt im Rahmen des landesweiten Programms „Niedersachsen ist am Zug! III" (NiaZ3). Mit dem Programm investieren Land, Bahn und Bund bis 2025 rund 147 Millionen Euro in die Modernisierung und den barrierefreien Ausbau von 44 Stationen in Niedersachsen.

Konkret werden in Bad Bentheim folgende Arbeiten ausgeführt:
* Erneuerung des Mittelbahnsteigs und Hausbahnsteigs mit 370 bzw. 365 Metern
* Erneuerung der Bahnsteigausstattung (Infovitrinen, Abfallbehälter u.a.)
* Neubau eines Aufzugs am Hausbahnsteig, Gleis 1,
* Erneuerung des bestehenden Aufzugs am Mittelbahnsteig Gleis 2/3.

Die Hauptbauarbeiten an der Verkehrsstation wurden bis Ende 2016 weitgehend abgeschlossen. Die Aufzüge werden voraussichtlich im 4. Quartal 2017 in Betrieb gehen.
Die Deutsche Bahn, der Bund und die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) investieren gemeinsam rund 4,6 Millionen Euro in den Umbau.

 

 

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