DB Netz kündigt Neubau der Kanalbrücke in Rodde an

Die DB Netz AG hat den Abriss und Neubau der Eisenbahnüberführung über den Dortmund-Ems-Kanal im Streckenkilometer 172,13 im Bereich der Stadt Rheine im Stadtteil Rodde angekündigt. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) als Kreuzungspartner für die Erneuerung der Eisenbahnüberführung gibt vor, dass die lichte Durchfahrtshöhe unter der Eisenbahnüberführung unter Beachtung von Durchbiegungen und Setzungen mindestens h2 = 5,25 m über dem oberen Grenzwasserstand von NN + 38,70 m betragen soll. Die Konstruktionsunterkante muss somit mindestens bei NN + 43,95 m + Setzungen + Durchbiegungen liegen.
Durch die von der WSV geforderten Vergrößerung der Durchfahrtshöhe ergeben sich auch Auswirkungen auf die freie Strecke umliegend der Eisenbahnüberführung über den Dortmund-Ems-Kanal (EÜ DEK). Die Gleisgradiente muss im Bereich des Brückenbauwerks und den angrenzenden Bereichen angehoben werden. Hieraus resultieren umfangreiche Anpassungen an den Oberleitungsanlagen und am Oberbau sowie bauzeitliche und dauerhafte Kabelumverlegungen. Außerdem müssen die angrenzenden Eisenbahnüberführungen Listweg und Zur Helle erneuert werden, da die vorhandenen Tragfähigkeiten für die zusätzlichen Lasten aus der geänderten Trassierung in Lage und Höhe nicht ausreichend sind.

Bei der 1913 in Betrieb genommenen zweigleisigen EÜ DEK handelt es sich um eine aus zwei getrennten Überbauten bestehende Eisenbahnüberführung. Beide Überbauten sind im Grundriss gegeneinander versetzt. Jeder Überbau wurde als Fachwerk mit gebogenem Obergurt ausgeführt. Damit die Abstände der Querträger nicht zu groß wurden, wurde ein Zwischenfachwerk in das Hauptfachwerk integriert. 1957 wurde das Bauwerk um 0,92 m angehoben, um die geänderten Anforderungen an die lichte Durchfahrtshohe des DEK einzuhalten.

Ersetzt wird die EÜ DEK durch einen Neubau in Stahlkonstruktion mit einer geplanten Nutzungsdauer von 100 Jahren. Es werden zwei neue Überbauten geplant, die jeweils ein Gleis über den Kanal überführen. Die neuen Überbauten werden als Fachwerke ausgeführt. Die Spannweite wird ca. 117 Meter betragen.
Der Zeitpunkt für den Beginn der Baumaßnahmen steht noch nicht fest.

 

 

 

 

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