Eröffnung Haltepunkt Münster-Mecklenbeck

Am 05.12.2018 wurde der neue Haltepunkt Münster-Mecklenbeck mit einem 120 Meter langen Mittelbahnsteig feierlich in Betrieb genommen. Im Regelbetrieb erfolgt die Bedienung seit dem 09.12.2018 ausschließlich durch die Züge der RB 63 (Münster - Coesfeld). Eine Verkehrsstation in Mecklenbeck gab es bereits bis ins Jahr 1991, in dem die damalige Deutsche Bundesbahn die Reisezughalte mit Wirkung vom 1. Juni aufgrund schwacher Nachfrage einstellte; zuletzt hielten in Mecklenbeck ausschließlich Züge der Relation Münster - Haltern - Essen (Hauptbahn). Die Bedienung Mecklenbecks im Zuge der Strecke Münster - Coesfeld war bereits zum 22.05.1982 eingestellt worden.

Im Bereich Mecklenbeck ersetzt die Stadt Münster zudem die bisherigen Bahnübergänge „südliche Heroldstraße (Strecke Münster - Wanne)" und „Galgenheide" durch eine Straßenunterführung, die im Jahr 2020 fertiggestellt sein soll. Nach weiteren Arbeiten, die den Bau von Lärmschutzwänden und den Anschluss der neuen Unterführung an das weitere Straßennetz, insbesondere im Bereich der Kreuzung Weseler Straße/Meyerbeerstraße umfassen, sollen die beiden Bahnübergänge 2022 geschlossen werden. Der Bahnübergang "nördliche Heroldstraße (Strecke Münster - Coesfeld)" bleibt bestehen. 

In Verbindung mit der Einrichtung des Haltepunktes war der Bau eines neuen elektronischen Stellwerks (ESTW) zwingend erforderlich, da im Bereich des neuen Mecklenbecker Haltepunktes seit dem 09.12.2018 Zugkreuzungen stattfinden und dafür eine neue Signalisierung erforderlich ist. Im Stellwerksgebäude Mecklenbeck "Mef" befand sich bislang ein Spurplan-Drucktastenstellwerk SpDr L 30 des Herstellers Lorenz (Inbetriebnahme 28.08.1966), das seit Jahren vom Stellwerk "Mf" in Münster Hbf ferngesteuert wurde. Für das Drucktastenstellwerk waren jedoch keine Neubau- oder Ersatzteile mehr vorrätig. Das neue ESTW-A Mecklenbeck wird seit dem 29.10.2018 vom ESTW-Z Dülmen bedient.

Die Kosten der Baumaßnahmen liegen im Bereich der Infrastruktur (Eisenbahnüberführung und Zusammenhangsmaßnahmen (ohne Straßenanlagen) sowie Bau ESTW bei rund 21 Mio. Euro. Für die Errichtung des Haltepunktes sind Kosten von rund 2,5 Mio. Euro entstanden. Finanziert wurde der Haltepunkt Münster-Mecklenbeck über die Rahmenvereinbarung vom 31.03.2010 zwischen dem Land NRW und der DB AG. Die ursprüngliche Finanzierung zum Umbau der Infrastruktur am Bahnhof Mecklenbeck sollte ebenfalls durch Landesmittel erfolgen. Durch den zwischenzeitlich durch die DB Netz AG festgestellten erforderlichen erhöhten Umbauumfang an der dortigen Infrastruktur (Stellwerk) war die Gesamtkostentragung für das neue elektronische Stellwerk durch das Land NRW zunächst in Frage gestellt worden. Das Land hatte zwischenzeitlich jedoch in Abstimmung mit der DB AG die Maßnahme ESTW Mecklenbeck in der Länderliste zur Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV II) ab 2015 zwischen dem Land und der DB AG platziert. Die Finanzierung und Bereitstellung der erforderlichen Mittel erfolgten dann einvernehmlich über die LuFV II.

Bereits Ende November 2016 hatte die DB Netz AG mit der Baufeldfreimachung im Bereich des Haltepunktes begonnen. Hier mussten die beiden für den Betrieb der RB 63 (Münster - Coesfeld) notwendigen und nebeneinanderliegenden Gleise 704 und 705 zum Bau des Mittelbahnsteigs des neuen Haltepunktes räumlich getrennt werden.

>> Impressionen von den Bauarbeiten in Münster-Mecklenbeck - Frühjahr/Sommer 2018

>> Impressionen von den Bauarbeiten in Münster-Mecklenbeck - Februar/März 2018

 

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