Zweigleisiger Ausbau zwischen Münster und Lünen jetzt "Vordringlicher Bedarf"

Der seit langen geforderte zweigleisige Ausbau der Strecke Münster - Lünen ist im Oktober 2018 seitens des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur im Bundesverkehrswegeplan 2030 von der bisherigen Kategorie "Potenzieller Bedarf" in die Kategorie "Vordringlicher Bedarf" (= höchste Dringlichkeitsstufe) aufgenommen worden. Damit können die konkreten Planungen zum zweigleisigen Ausbau der Strecke im Abschnitt Werne a d Lippe - Münster-Amelsbüren beginnen.

Der Deutsche Bundestag hatte am 02.12.2016 das Dritte Gesetz zur Änderung des Bundesschienenwegeausbaugesetzes (BSWAG) beschlossen, das am 30.12.2016 in Kraft getreten ist. Dieses Gesetz umfasst als Anhang auch den geltenden Bedarfsplan für den Ausbau der Schienenwege des Bundes. Dieser wiederum enthält Projekte in der Kategorie "Potenzieller Bedarf", die in den "Vordringlichen Bedarf" aufsteigen, sobald die Voraussetzungen (in der Regel eine positive gesamtwirtschaftliche Bewertung) erfüllt sind. Der Bedarfsplan enthält auf Wunsch des Gesetzgebers in Abschnitt 2, Unterabschnitt 2 eine ausdrückliche Regelung zur automatischen Aufnahme dieser Projekte in den Vordringlichen Bedarf nach erfolgtem Nachweis der gesamtwirtschaftlichen Vorteilhaftigkeit: „Sobald nachgewiesen ist, dass diese Projekte die Kriterien für die Aufnahme in den Vordringlichen Bedarf erfüllen, werden sie in den Vordringlichen Bedarf aufgenommen." 
Für den zweigleisigen Streckenausbau im Abschnitt Werne a d Lippe - Münster-Amelsbüren wurde ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,0 festgestellt. Die Gesamtkosten für den Ausbau betragen demnach rund 302 Mio. Euro, die Erweiterungsinvestitionen belaufen sich auf 208 Mio. Euro.
Der Bau eines zweiten Gleises auf der heute noch eingleisigen Strecke ist dringend notwendig, um die Kapazität der Strecke zu erhöhen und auch die geplanten Mehrverkehre des RRX auf dieser Strecke aufzunehmen. Mit dem Ausbau der Strecke ist auch eine Anhebung der Höchstgeschindigkeit von derzeit 160 km/h auf 200 km/h vorgesehen.

 

 

 

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