Bahnhof Dorsten: Komplettumbau 2018 vorgesehen /Aufschaltung der Strecken Abzw. Zweckel - Dorsten, Dorsten - Borken und Dorsten - Maria-Veen auf das ESTW Coesfeld

Die DB Netz AG hat in Zusammenarbeit mit dem Land Nordrhein-Westfalen, dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe und der Stadt Dorsten ein Umbaukonzept für den Bahnhof Dorsten entwickelt. Demnach ist vorgesehen, dass ab Ende 2018 der Bahnverkehr ausschließlich über die Ostseite des heutigen Inselbahnhofs abgewickelt werden soll. Hier wird eine neue Bahnsteiganlage entstehen, zudem ist eine Anpassung der Gleisanlage vorgesehen. Die Gleise auf der Westseite zur Stadt hin werden bis auf ein Stumpfgleis für die Züge aus/in Richtung Coesfeld (RB 45) komplett aufgegeben.
Durch den Umbau wäre es möglich, die Linie RE 14 (Borken - Dorsten - Essen) mit der Linie RB 45 (Coesfeld - Lembeck - Dorsten) zu verknüpfen. Durch das dann in Dorsten mögliche Flügelzugkonzept könnte eine umsteigefreie Fahrbeziehung zwischen dem Ruhrgebiet (hier Essen Hbf) und dem Westmünsterland (hier Coesfeld) entstehen - verbunden mit einer deutlichen Aufwertung der Linie RB 45, bei der es sich derzeit um eine der Linien mit dem geringsten Reisendenaufkommen im Münsterland (< 1000 je Werktag) handelt. Mit dem Umbau des Bahnhofs Dorsten sind auch umfangreiche signaltechnische Anpassungsarbeiten notwendig. Vorgesehen ist, die mechanische Sicherungstechnik in Dorsten (Stellwerke "Drf" und "Drm") aufzugeben und den Bahnhof Ende 2018 auf das ESTW Coesfeld aufzuschalten. Ebenfalls werden dann auch der Streckenabschnitt Gladbeck-Zweckel - Dorsten (mit den Betriebsstellen Gladbeck-Zweckel "ZK Abzw", Bk Feldhausen), die Strecke Dorsten - Lembeck - Coesfeld (mit den Betriebsstellen Bk Wulfen, Posten 14, Bk Lembeck "Lf" und Bf Maria-Veen "Mf") sowie die Strecke Dorsten - Borken (mit den Betriebsstellen Bf Deuten "Df", Bf Rhade "Rf" und "St" und Bf Borken "Bf") in das ESTW Coesfeld integriert. Beim Streckenabschnitt Dorsten - Coesfeld sehen die Planungen die Umwandlung des Bahnhofs Maria-Veen in einen unbesetzten Haltepunkt ebenso vor wie die Einrichtung eines neuen Kreuzungsgleises in Reken sowie die Anlage eines neuen Haltepunktes in Klein-Reken im Bereich Mühlenweg (ggü. des ehem. Schrankenposten 20). Die Betriebsstellen Wulfen und Lembeck werden aufgehoben, hier verbleiben ausschließlich Haltepunkte.

Für die nach dem Umbau gleisfreie Westseite des Bahnhofs Dorsten würden sich neue städtebauliche Perspektiven ergeben. So könnte der Bahnhof dann ebenerdig vom Busbahnhof und somit von der Stadtseite erreicht werden, der Fußgängertunnel würde nicht mehr benötigt. Im ehemaligen Empfangsgebäude - mittlerweile im Eigentum der Stadt Dorsten - ist die Einrichtung von Büros und Gastronomie vorgesehen.

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