Streckenausbau Münster - Dortmund: Bahnbündnis Westfalen lädt zum Bahn-Gipfel im Dezember ein

Auf Einladung der Oberbürgermeister Ullrich Sierau (Dortmund) und Markus Lewe (Münster) sind am 29.08.2019 Spitzenvertreter zahlreicher Städte, Gemeinden, Kammern, Gewerkschaften und Verbände der Region in Dortmund zum "Bahnbündnis Westfalen" zusammengekommen. Erklärtes Ziel des Bündnisses ist es, den Druck auf die Deutsche Bahn AG und die Bundesregierung für einen zweigleisigen Ausbau der Strecke Münster - Lünen - Dortmund zu erhöhen. Konkret wurde in Dortmund ein Brief unterzeichnet, in dem das Bündnis Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und den Vorsitzenden des Vorstands der Deutschen Bahn AG, Dr. Richard Lutz, zu einem Bahn-Gipfel Westfalen im Dezember 2019 nach Dortmund einlädt.

Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Münster - Lünen - Dortmund beschäftigt die Region bereits seit über 30 Jahren. Schon 1985 wurde die Verbindung als Ausbaustrecke im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) erwähnt. Passiert ist seitdem nichts. Die Strecke ist nach wie vor ein Engpass in zentraler Lage im europäischen und deutschlandweiten DB-Netz. Mehrfach wurde in dieser Zeit an den Bund appelliert, die Gesamtstrecke zweigleisig auszubauen - unter anderem im Jahr 2013 mit einer Resolution der Städte Dortmund, Münster, Kreis Unna, Lünen, Werne sowie der IHK zu Dortmund, der IHK Nord Westfalen und dem Verkehrsverband Westfalen e.V. Im März 2019 hat das Bahnbündnis Westfalen eine Resolution an den Vorstandsvorsitzenden der DB AG auf den Weg gebracht, im Mai 2019 wurden die Forderungen der Anlieger-Kommunen noch einmal in einem Brief an den Bundesverkehrsminister verdeutlicht.

Im Jahr 2018 wurde das Teilstück zwischen Münster und Werne in den vordringlichen Bedarf des BVWP 2030 als Teilausbau eines zweigleisigen Begegnungsabschnitts aufgenommen. Die Anrainer-Gebietskörperschaften kritisieren dies. Für sie ist das nicht ausreichend. Sie erneuern ihre Forderung nach einem komplett zweigleisigen Ausbau und fordern die umgehende Reparatur der Strecke Münster - Lünen - sowie die Wiederaufnahme eines stündlich fahrenden Fernverkehrs zwischen Dortmund und Münster.

In einer Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann vom 19.08.2019 auf das Schreiben des Bahnbündnis' Westfalen vom Mai 2019 an den Bundesverkehrsminister erwähnt der Bund einen zweigleisigen Ausbau über sechs Kilometer im Abschnitt Capelle - Ascheberg (Einstufung in den vordringlichen Bedarf des BVWP) sowie weitere Prüfungen im Deutschland-Takt 2030 bezogen auf wirtschaftlich begründete Ausbauten.

Hintergrund: Das Bahnbündnis Westfalen:
Im Bahnbündnis Westfalen sind neben den Städten Dortmund und Münster die Stadt Ascheberg, die Gemeinde Nordkirchen, die Stadt Werne, die Stadt Lünen, Kreis Coesfeld, Kreis Unna, IHK Nord Westfalen, IHK zu Dortmund, Handwerkskammer Münster, Handwerkskammer Dortmund, Pro Bahn e.V., Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, Gewerkschaft der Lokomotivführer, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Handelsverband NRW, Handelsverband Westfalen - Münsterland, DGB Dortmund Hellweg und der DGB Münsterland beteiligt.

 

« zurück | login | Seite drucken