Erweiterung der Infrastruktur durch Nachrüstung eines Ausfahrsignals im Bahnhof Sythen Bbf

Die DB Netz AG wird im Bahnhof Sythen Bbf auf Bestellung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) die Infratruktur durch die Nachrüstung eines Ausfahrsignals in Gleis 2 in Richtung Münster erweitern. Die Baumaßnahmen sind für den Zeitraum September 2021 bis Dezember 2022 vorgesehen, die Integration erfolgt in das ESTW Dülmen. Das Invstitionsvolumen für die Maßnahme beläuft sich auf 2,77 Mio. Euro (davon 540.000 Euro Planungskosten). Derzeit ist auf der Strecke kein Gleiswechselbetrieb möglich. Bei Baustellen mit eingleisiger Sperrung wird der Fern- und Güterverkehr bislang umgeleitet, im Regionalverkehr (RE 2 und RE 42) erfolgt ein aufwändiges Befehls-Verfahren oder eine langsame Durchfahrt in Sythen Bbf, so dass nicht alle Züge im Gegengleis verkehren können. Nach Umsetzung der Maßnahme kann auf beiden Streckengleisen gefahren werden. Bei Baustellen mit eingleisiger Sperrung kann eine schnellere Durchfahrt durch den Bahnhof Sythen Bbf Richtung Münster im Gegengleis erfolgen. 

Möglich wurde die Maßnahme durch die im Juli vom verkehrsausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen beschlossene Aufnahme von insgesamt 16 prioriäten Maßnahmen des Paketes „Robustes Netz" in den ÖPNV-Bedarfsplan und den ÖPNV-Infrastrukturfinanzierungsplan des Landes NRW. Das Paket "Robustes Netz NRW" der Deutschen Bahn hat das Ziel, mit kleineren Maßnahmen das Schienennetz für einen robusten Betrieb zu ertüchtigen. Dabei soll während Bauphasen und länger andauernden Störungen die Leistungsfähigkeit erhöht werden. Die DB Netz AG hat hierfür aktuell 34 Maßnahmen identifiziert. Diese sind in zwei Stufen unterschiedlicher Vordringlichkeit unterteilt. In Abstimmung zwischen der Deutschen Bahn, dem Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und den SPNV-Aufgabenträgern sind 16 Maßnahmen in die erste Stufe mit höchster Priorität eingeordnet worden.

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