Bentheimer Eisenbahn stellt Rohöl-Binnenverkehr zwischen Emlichheim und Osterwald ein

Im Januar 2017 hatte das Unternehmen Wintershall Dea GmbH angekündigt, mit einem Investitionsvolumen von 12 Mio. Euro eine rund 14 Kilometer lange unterirdisch verlaufende 4-Zoll-Pipeline vom Ölfeld Emlichheim nach Osterwald zu bauen. Bislang wurde das in den Wintershall-Ölfeldern nördlich von Emlichheim bei Schoonebeek an der Grenze zu den Niederlanden geförderte Rohöl über eine Pipeline zu der an der Hafenbahn in Emlichheim gelegenen Erdölpumpstation verpumpt, dort in Eisenbahn-Kesselwagen verladen und dann durch die Bentheimer Eisenbahn (BE) arbeitstäglich im reinen Binnenverkehr über Emlichheim und Esche zur Entladestelle der Exxonmobil Production Deutschland GmbH am Erdölbahnhof in Osterwald gefahren. Von Osterwald aus wurde und wird auch weiterhin das Öl durch eine 1953 in Betrieb genommene 22 Kilometer lange größtenteils oberirdisch verlaufende 5-Zoll-Ölleitung weiter zur Raffinerie Emsland der BP Europa SE in Lingen-Holthausen gepumpt.
Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Pipeline Emlichheim - Osterwald hat die BE den regelmäßigen Rohöl-Verkehr mit Ablauf des 23.07.2021 eingetellt. In Gesamtmenge wurden im Binnenverkehr Emlichheim - Osterwald rund 11,4 Mio. Tonnen auf der Schiene befördert. Mit der Einstellung der Ölzüge weist die 1949 in Betrieb genommene 3,6 Kilometer lange Grubenanschlussbahn zwischen Esche und Osterwald keinen regelmäßigen Verkehr mehr auf. Nach Angaben der BE bleibt die Infrastruktur erhalten. (ms)

Die Fotos auf dem Betriebsgelände in Osterwald entstanden mit freundlicher Genehmigung der Exxonmobil Production Deutschland GmbH.

 

 

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