Die Tecklenburger Nordbahn rollt  -  Aktions- und Informationstag am 27.Oktober 2019

 

„Die Tecklenburger Nordbahn rollt!“ Unter diesem Motto konnten sich am 27.10.2019 im Rahmen eines Schautages über 800 Fahrgäste, darunter zahlreiche Vertreter der Anrainerkommunen, bei mehreren Pendelfahrten zwischen Recke, Mettingen und Lotte-Büren über die geplante Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs auf der Nordbahn zwischen Recke und Osnabrück informieren. Der Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) war es gelungen, für die Probefahren den Coradia iLint-Triebwagen 654 101 von Alstom/Vorbereitungsgesellschaft Transporttechnik GmbH einzusetzen. So konnten sich die Fahrgäste auch von den Vorteilen des umweltfreundlichen und innovativen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Zuges überzeugen. Ein parallel veranstalteter Bürgerinformationsmarkt zur Reaktivierung im Gasthaus Kuckucks-Nest in Westerkappeln war mit über 400 Besuchern ebenfalls erfreulich gut nachgefragt. Die dort gezeigte Ausstellung über den aktuellen Planungsstand mit Aussagen zu Fahrzeug- und Antriebstechnik, Schallschutz, Bahnübergangskonzept, Erschließung und Buslinienführung in den Gemeinden wird in den kommenden Wochen auch in den Rathäusern der Anrainerkommunen gezeigt.

Bis Mitte Januar 2020 wird für die Reaktivierung der von der RVM betriebenen Tecklenburger Nordbahn eine Kostenberechnung erfolgen. Auf dieser Grundlage erfolgte im Dezember 2019 die Beauftragung einer standardisierten Bewertung durch den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) in Abstimmung mit der Landenahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH, die voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Das Ergebnis der Bewertung wird demnach im 4. Quartal 2020 vorliegen.
Auf Basis des Ergebnisses der Standardisierten Bewertung mit Nachweis der Wirtschaftlichkeit soll das Projekt dann vom NWL über den Regionalrat Münster für den bestehenden ÖPNV-Bedarfsplan angemeldet werden. Im weiteren Verlauf wäre der nächste Schritt (analog WLE und TWE), dass das Verkehrsministerium NRW die Maßnahme in den ÖPNV-Bedarfsplan und den Infrastrukturfinanzierungsplan vorlegt. Mit der damit verbundenen Anerkennung als Maßnahme im besonderen Landesinteresse ist eine Förderung (Infrastruktur und Betrieb) durch das Land NRW möglich.

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