Beginn der Rohbauarbeiten zur Anbindung eines fünften Bahnsteigs im Bereich der Gleise 20/21 an den Südtunnel

Die Deutsche Bahn hat den Zugang von der Ostseite zum Südtunnel mit Wirkung vom 22.08.08.2017 im Rahmen der vorbereitenden Maßnahmen für den Neubau an der Ostseite des Bahnhofes (Bremer Platz) geschlossen.
Nachdem die Provisorien aus der Bauzeit des Empfangsgebäudes inzwischen vollständig abgebaut wurden, haben Ende August 2017 Baumaßnahmen im Bereich des Südtunnels begonnen: Um die wachsenden Verkehrsströme im Hauptbahnhof bewältigen zu können, werden erste Rohbauarbeiten durchgeführt, um zu einem späteren Zeitpunkt einen weiteren (fünften) Bahnsteig im Bereich der Gleise 20 oder 21 in Betrieb nehmen zu können. So wird die Personenunterführung um einige Meter verlängert und ein Aufzugsschacht und eine Treppenanlage errichtet.
Der Ostausgang im Südtunnel bleibt dauerhaft geschlossen bis zur Fertigstellung des Investorenprojektes an der Ostseite (vsl. 2021). Reisende erreichen während dieser Zeit die Bahnsteige durch das Empfangsgebäude über die südliche Personenunterführung, deren Bahnsteigzugänge alle weiterhin nutzbar sind oder über die nördliche Personenunterführung, die weiterhin die Ost- und die Westseite verbindet. Darüber hinaus steht der Hamburger Tunnel als Ost- West-Verbindung zur Verfügung.

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes SPNV Münsterland (ZVM) hatte bereits am 15.07.2013 mit den Stimmen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen gegen die Stimmen der FDP Mittel in Höhe von 850.000 Euro für die Finanzierung der Erstellung der Zugänge zu einem fünften Bahnsteig im Bereich von Gleis 21 im Hauptbahnhof vom und zum Südtunnel bei Umsetzung der Baumaßnahmen an der Bahnhofsostseite beschlossen. Der derzeit ungenutzte (ehemalige WLE-)Bahnsteig am Gleis 21 ist aktuell nur über einen relativ versteckt liegenden Zugang im Nordtunnel erreichbar. Für die Baumaßnahme zur Anbindung des Südtunnels an einen fünften Bahnsteig wurden seitens der DB Station & Service AG zunächst Kosten in Höhe von besagten 850.000 Euro ermittelt. In der Verbandsversammlung des ZVM im April 2015 wurde dann berichtet, dass die DB im Hinblick auf den aktuellen Planungsstand eine mögliche Erhöhung der Kosten um 30 % vertraglich absichern möchte. Dieses wurde von DB Station & Service im Sommer 2015 als Voraussetzung für einen möglichen Vertrag genannt. Die Verbandsversammlung des ZVM hat dieser Erhöhung auf nun insgesamt 1,105 Mio. Euro auf ihrer Sitzung am 21.09.2015 zugestimmt.
Ein späterer Bau der neuen Zugänge zu einem fünften Bahnsteig erst nach Fertigstellung des Investorenprojektes an der Ostseite in den dann neu verlängerten Tunnel würde zu deutlich höheren Kosten (ca. 2 Mio. Euro abgeschätzt) führen.

 

« zurück | login | Seite drucken